Steuerberatung SYLVENSTEIN - Mann mit Anzug

SYLVENSTEIN Steuerkanzlei

Nutzen Sie den
größten Finanzhebel
im Unternehmen

Jede unternehmerische Entscheidung hat steuerliche Konsequenzen. Die sorgfältige Auswahl einer geeigneten Steuerstrategie hat daher einen unmittelbaren Einfluss auf Ihre Finanzen und ist für Ihr Unternehmen fundamental. Wir, die Steuerkanzlei SYLVENSTEIN, setzen den Steuerhebel an.

+49 (0)6142 953 80 90
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Wer sagt, dass Geld nicht
auf Bäumen wächst?

Steuern steuern - Schachfiguren
Die SYLVENSTEIN Philosophie

Die Kunst liegt darin
Steuern zu steuern.

Für viele Unternehmer sind Steuern ein unangenehmes Randthema. Dabei lassen sich mit Geschick, Expertise und der richtigen Steuerberatung die Abgaben an den Staat deutlich reduzieren. Wir, die Steuerkanzlei SYLVENSTEIN, steuern Ihre Steuern.

Steuerberatung SYLVENSTEIN
Kanzleiprofil

Spezialisierte Steuerberatung für kleine und mittelständische Unternehmen

Die SYLVENSTEIN Steuerkanzlei betreut kleine Unternehmen, etablierte Mittelständler und Freiberufler aus unterschiedlichen Branchen. Die Kanzlei hat ihren Sitz in Rüsselsheim am Main und wird von Steuerberater und Wirtschaftsjurist LL.B. Oguzhan Özkan geführt.

Das Leistungsportfolio erstreckt sich über Steuer- und Buchhaltungsleistungen sowie den gesamten betriebswirtschaftlichen Beratungsbereich. Neben der allgemeinen Steuerberatung bieten wir eine umfangreiche Bandbreite von weiteren steuerlichen Gestaltungsberatungen an. Dazu zählen Finanzierungshilfe bei Startups oder Business Development Strategien bei etablierten Unternehmungen.

Gründungen &
Startups
Freiberufler & Einzelunternehmer
Kapitalgesellschaften &
Personengesellschaften
Digitale Steuerberatung
Digitale Steuerberatung

Digitale Steuerberatung
für volle Transparenz
in Echtzeit

Als junge Steuerkanzlei nutzen wir digitale Technologien für eine moderne Zusammenarbeit zwischen Ihnen und unserem Team. Die digitale Zusammenarbeit reduziert administrative Tätigkeiten in Ihrem Unternehmen und stellt die effizienteste Möglichkeit des Datenaustauschs dar. Viele operative Finanzprozesse (z. B. Übermittlung von Zahlungströmen) lassen sich mühelos automatisieren. Sie haben damit zu jedem Zeitpunkt die volle über die steuerliche und finanzielle Situation in Ihrem Unternehmen.

Weniger Zeitverlust für mehr aktive Beratung: Persönliche Meetings sind heute nicht mehr zwingend erforderlich. Wir führen unsere Gespräche digital über unkomplizierte Videokonferenz-Tools. Meetings und Beratungen finden bei uns gerne per Skype, Zoom oder MS Teams statt.

Digitale
Steuerberatung
Finanzzustand
in Echtzeit
Automatisierung von
operativen Prozessen
Schwerpunkte

Ihre Zahlen sind unsere Stärke

Steuererklärung / Jahresabschluss

Betriebsprüfungen

Betriebswirtschaftliche Beratung

Finanz- & Lohnbuchhaltung

Finanzierung

Beratung für Startups

Leistungen

Ihre Endstation
für Steuerfragen

Die Kanzlei SYLVENSTEIN bietet umfangreiche Beratungsleistungen für Unternehmen aus einer Hand. Die Leistungen reichen von einer allgemeinen Steuerberatung für Unternehmen, über laufende Buchhaltungsleistungen bis zur strategischen Unternehmensentwicklung und Finanzierungsberatung für Startups.


01

Allgemeine
Steuerberatung

Umfassende Steuerberatung auf Augenhöhe. Unserer Anspruch ist die langfristige Optimierung Ihres Unternehmens und der steuerlichen Situation. Im Detail bieten wir:

  • Steuererklärung
  • Jahresabschluss
  • Finanzbuchaltung
  • Lohnbuchhaltung
  • Betriebsprüfung

02

Betriebswirtschaftl.
Beratung

Im Rahmen einer betriebswirtschaftlichen Beratung wird zunächst eine IST-Analyse durchgeführt. Auf Basis dieser Erkenntnisse werden Optimierungs­potenziale freigelegt und unternehmerische Risiken frühzeitig identifiziert. Darüber hinaus können Investitions­entscheidungen getroffen und Finanz- & Erfolgspläne aufgestellt werden.


03

Leistungsstarkes
Controlling

Controlling liefert alle relevanten Kennzahlen über den wirtschaftlichen und finanziellen Zustand Ihres Unternehmens. Sowohl effiziente als auch ineffiziente Geschäftsgeschehnisse lassen sich gezielt aufspüren und anschließend bewusst kontrollieren. Wir sorgen für Klarheit und legen das Fundament für den finanziellen Weitblick.


04

Business
Development

Im Rahmen von Business Development analysieren wir das aktuelle Geschäftsmodell auf Chancen in Risiken im Hinblick auf interne und externe Einflussfaktoren. Ziel ist die nachhaltige Weiterentwicklung des Unternehmens und die Erschließung neuer Geschäftsfelder auf Basis aktueller Trends.


05

Beratung für
Startups

Startups sind uns eine Herzens­angelegenheit. Dabei begleiten wir junge Unternehmen bereits bei den ersten Schritten: Wir erstellen professionelle Businesspläne, leisten Hilfestellung bei Banken und Finanzierungsfragen und entwickeln auf Wunsch passende Gesellschaftsmodelle.

Steuerberaterwechsel

Steuerberater wechseln -
Keine große Sache

Durch die transparente Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Steuerberater wird über die Zeit ein langfristiges Vertrauensverhältnis aufgebaut. Der Abbruch dieses Verhältnisses kostet Überwindung, ist aber zwingend erforderlich, wenn Sie sich schlecht beraten fühlen.

Wir gestalten den Wechsel des Steuerberaters so einfach und bequem wie möglich und begleiten Sie bei jedem Schritt.

Erstgespräch

Kostenloses Erstgespräch und Kennenlernen

Kündigung

Kündigung des aktuellen Steuerberaters

Workshop

Unternehmensanalyse und Definition des Beratungsrahmen

Datenübergabe

Übergabe Ihrer Steuer- und Buchaltungsunterlagen

Vollmacht

Steuerberatungsvertrag wird unterzeichnet

Start

Zusammenarbeit beginnt

Kontakt

Jetzt kosenloses
Erstgespräch vereinbaren

Sie möchten unsere Steuerkanzlei zunächst besser kennenlernen oder haben offene Fragen? Kein Problem! Wir bieten Ihnen ein kostenloses und unverbindliches Erstgespräch.

Kostenloses Erstgespräch!

Honorar

Honorar &
Stundensätze

Steuerberatung Sylvenstein Bürogebäude

Eine gute Steuerberatung zeichnet sich durch Wirtschaftlichkeit aus. Eine faire und transparente Vergütung bildet die Basis für ein gutes Mandatsverhältnis. Nachfolgend möchten wir Ihnen transparent unsere Honorarmodelle vorstellen:

Kostenloses Erstgespräch

Der Erstkontakt mit der SYLVENSTEIN Steuerkanzlei ist für Sie stets kostenlos und unverbindlich. Dabei spielt es für uns keine Rolle, für welchen Kommunikationskanal Sie sich entscheiden. Wir klären kostenlos mit Ihnen, ob, wann und zu welchem Konditionen wir Ihnen bei steuerlichen Anliegen helfen können.

Steuerliche Erstberatung

Die Erstberatung ist für die meisten Mandanten der erste Schritt. Dabei klären wir den groben Sachverhalt, prüfen und beantworten die ersten steuerlichen Fragen und strategische Erwägungen bei der Verfolgung Ihrer Ziele. Für die Erstberatung können wir Ihnen in den meisten Fällen vorab einen Festpreis nennen - abhängig von Umfang.

Zeithonorar & Festpreis

In Abhängigkeit von Umfang und Sachverhalt bieten wir unseren Mandanten neben einer zeitbasierten Abrechnung ein Festpreismodell an. Die Voraussetzung für die Vereinbarung eines Festpreises setzt voraus, dass der Aufwand im Vorfeld bestimmbar ist. Wenn Sie sich für ein Zeithonorar entscheiden, bemisst sich die Vergütung nach dem angefallenen Aufwand.

Laufende
Steuerberatung

Finanzbuchhaltung

  • Erstellen von Monats-, Quartals- oder Jahresbuchhaltungen (auch mit Kostenstellen)
  • Fertigen von Umsatzsteuervoranmeldungen
  • Entwicklung eines monatlichen Berichtswesens
  • Entwicklungen von Kosten- und Leistungsrechnungen aus der Buchhaltung
ab 200 EUR / Monat

Lohnabrechnung

  • Lohn- und Gehaltsabrechnungen
  • Abwicklung des Zahlungsverkehrs
  • Meldung an Sozialversicherungsträger
  • Erstellen von Verdienstbescheinigungen
ab 15 EUR / je Abrechnung

Jahresabschluss

  • Erstellen von Jahresabschlüssen
  • Erstellen von Sonder- und/oder Ergänzungsbilanzen
  • Fertigung von Einnahmen-/Überschussrechnungen
  • Erstellen aller laufender Steuererklärungen (Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Umsatzsteuer, Sonstige Steuern)
ab 750 EUR / Jahr

Hinweis

*Alle genannten Honorar verstehen sich
zzgl. gesetzlichem Auslagenersatz und Umsatzsteuer.

Häufig gestellte Fragen

Fragen, die uns häufiger gestellt werden

Uns erreichen immer wieder allgemeine Fragen zum Thema Steuerberatung. Die häufigsten haben wir nachfolgend für Sie beantwortet.


01

Ab welcher Größe benötigt ein Unternehmen einen Steuerberater?

Die Antwort ist abhängig von Ihren eigenen Ansprüchen und Kenntnissen im Bereich Buchhaltung, Steuern und Jahresabschluss. Die Frage richtet sich also nicht primär nach der Größe des Unternehmens. Für den Einsatz eines Steuerberaters spricht: Optimierung der Steuerlast, korrekte Durchführung der Steuererklärung sowieso zeitliche Entlastung des Unternehmens.


02

Beraten wir Mandaten außerhalb von Rüsselsheim zu Steuerfragen?

Der offizielle Sitz der Steuerkanzlei SYLVENSTEIN befindet sich in Rüsselsheim. Selbstverständlich beschränken wir unsere Leistungen im Bereich Steuerberatung nicht nur auf den Raum Rüsselsheim. Wir bieten unseren Mandanten alle steuerlichen Beratungsleistungen auch voll digital an.


03

Welche Aufgaben kann ein Steuerberater für mein Unternehmen übernehmen?

Die Steuerberatung bildet heute einen wichtigen Faktor für den unternehmerischen Erfolg. Als wirtschaftsrechtlich ausgerichtete Steuerkanzlei für Unternehmen übernehmen wir die gesamte laufende Buchhaltung sowie alle steuerlichen Erklärungen. Darüber hinaus begleiten wir Neugründungen und Umstrukturierungen und beraten Unternehmen bei strategischen Fragen.


04

Wie viel kostet ein Steuerberater für Unternehmer?

Wie viel ein Steuerberater pauschal für ein Unternehmen kostet, ist schwierig zu beantworten. Die Beantwortung hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Welche Rechtsform liegt zugrunde, wie groß ist das Unternehmen, wie sehen die finanziellen Transaktionen aus und welche Leistungen soll der Steuerberater am Ende übernehmen.


05

Kann ich den Steuerberater einfach so wechseln?

Das ist jederzeit möglich. Sie allein entscheiden, wen Sie mit der Vertretung Ihrer steuerlichen Angelegenheiten beauftragen. Aufgrund des Berufsrechtes für Steuerberater ist der bisherige Berater verpflichtet bei Unternehmen die notwendigen Daten unproblematisch auf den neuen Berater zu übertragen, wenn keine offenen Gebührenrechnungen mehr bestehen. Beim Finanzamt wird eine von Ihnen unterschriebene Vollmacht eingereicht mit dem Namen des neuen Beraters, so dass auch dort die Information vorliegt.

News

Aktuelle News &
Termine

09.07.21, 06:32

Zuzahlung des Arbeitnehmers zu den Anschaffungskosten eines Dienstwagens

Leistet der Arbeitnehmer eine sog. zeitraumbezogene Zuzahlung zu den Anschaffungskosten des Dienstwagens, der ihm auch zur Privatnutzung überlassen wird, ist die Zuzahlung auf den Zeitraum, für den sie geleistet wird, rechnerisch zu verteilen und mindert in diesem Zeitraum den steuerpflichtigen geldwerten Vorteil aus der Privatnutzung des Fahrzeugs. Hintergrund: Darf ein Arbeitnehmer einen Dienstwagen auch privat nutzen, muss er den sog. geldwerten Vorteil versteuern, und zwar nach der sog. 1 %-Methode, wenn er kein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch führt. Beteiligt sich der Arbeitnehmer jedoch an den Kosten des Dienstwagens, mindert sich der geldwerte Vorteil entsprechend, so dass der Arbeitnehmer weniger Steuern zahlen muss. Sachverhalt: Der Kläger war Arbeitnehmer einer GmbH, deren Geschäftsführer sein Sohn war. Er erhielt ein monatliches Gehalt von 75 € und durfte zudem noch einen Dienstwagen privat nutzen. Der Dienstwagen wurde im Jahr 2010 von der GmbH angeschafft und hatte einen Bruttolistenpreis von ca. 57.300 €. Nach der sog. 1 %-Methode ergab sich damit ein monatlicher geldwerter Vorteil von 573 € (1 % von 57.300 €), jährlich 6.876 €. Der Kläger beteiligte sich mit einer einmaligen Zuzahlung in Höhe von 20.000 € an den Anschaffungskosten des Wagens und traf mit der GmbH eine Vereinbarung, nach der die Zuzahlung für einen Zeitraum von 96 Monaten (d.h. acht Jahre) geleistet wurde; monatlich ergab dies einen Betrag von 208,33 €. Die GmbH zog – rechnerisch ungenau – 199 € vom geldwerten Vorteil (573 €) ab und ermittelte ein Bruttogehalt von 449 € (573 € - 199 € + 75 € Barlohn). Da dieser Betrag die Geringfügigkeitsgrenze von 450 € nicht überschritt, versteuerte die GmbH das Gehalt mit einem Pauschsteuersatz von 2 %. Das Finanzamt verrechnete hingegen in den Jahren 2010 bis 2012 die Zuzahlung von 20.000 € vollständig mit dem geldwerten Vorteil von 6.876 €, so dass in den Jahren 2010 und 2011 kein geldwerter Vorteil zu versteuern war und im Jahr 2012 nach Verrechnung eines Restbetrags von 6.248 € noch ein geldwerter Vorteil von 628 € verblieb. Im Streitjahr 2015 gelangte das Finanzamt zu einem – ungekürzten – geldwerten Vorteil in Höhe von 6.876 € und hielt deshalb eine Pauschalierung nicht mehr für zulässig. Entscheidung: Der Bundesfinanzhof (BFH) gab der hiergegen gerichteten Klage statt: Der Kläger brauchte im Jahr 2015 keine Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit mehr zu versteuern, da die GmbH zu Recht eine Lohnsteuerpauschalierung durchgeführt hatte, die Abgeltungscharakter hatte. Die Pauschalierung war rechtmäßig, da das Gehalt des Klägers aus einer geringfügigen Beschäftigung resultierte. Denn das monatliche Gehalt des Klägers betrug nicht mehr als 450 €. Zwar belief sich der geldwerte Vorteil aus der Privatnutzung des Dienstwagens monatlich auf 573 €. Jedoch war hiervon die Zuzahlung anteilig abzuziehen. Ein Nutzungsentgelt, das der Arbeitnehmer zahlt, mindert nämlich ebenso wie die Übernahme einzelner betrieblicher Kosten oder der Anschaffungskosten den Wert des geldwerten Vorteils des Arbeitnehmers aus der Nutzungsüberlassung. Leistet der Arbeitnehmer eine Zuzahlung für einen bestimmten Zeitraum, so ist diese zeitraumbezogene Zuzahlung auf den Zeitraum, der vereinbart worden ist, rechnerisch zu verteilen. Denn Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben eine zeitraumbezogene Zuordnung der Zuzahlung arbeitsrechtlich wirksam vereinbart. Der anteilige Betrag mindert dann in diesem Zeitraum den Wert des geldwerten Vorteils aus der Privatnutzung. Eine Verteilung der Zuzahlung auf den vereinbarten Zeitraum ist nur dann nicht vorzunehmen, wenn die Vereinbarung willkürlich ist oder den wirtschaftlichen Wertverhältnissen widerspricht. Dies war hier aber nicht der Fall. Grundsätzlich sind Anschaffungskosten und Minderungen der Anschaffungskosten durch Zuzahlungen im Steuerrecht auf die Nutzungsdauer zu verteilen. Es war auch steuerlich zu akzeptieren, dass infolge der Vereinbarung eines Zeitraums von 96 Monaten der Kläger unter der Geringfügigkeitsgrenze von 450 € monatlich blieb und damit eine Pauschalierung möglich war; denn der Gesetzgeber hat das Pauschalierungswahlrecht eingeräumt. Hinweise: Damit war im Streitjahr 2015 ein monatlicher Betrag von rund 208 € vom geldwerten Vorteil abzuziehen, so dass der Kläger lediglich einen geldwerten Vorteil von 365 € (573 € abzüglich 208 €) sowie einen Barlohn von 75 € erhielt, also unter der Geringfügigkeitsgrenze von 450 € lag. Offengelassen hat der BFH die Frage, ob das Arbeitsverhältnis überhaupt fremdüblich war.Ist die Zuzahlung des Arbeitnehmers höher als der geldwerte Vorteil aus der privaten Nutzung des Dienstwagens, so ist der geldwerte Vorteil mit 0 € anzusetzen. Es können also weder negativer Arbeitslohn noch Werbungskosten entstehen. BFH, Urteil vom 16.12.2020 - VI R 19/18; NWB

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08.07.21, 07:12

Stipendium für Gesellschafter einer Personengesellschaft als Sonderbetriebseinnahme

Erhält der Gesellschafter ein Stipendium, erhöht dies als Sonderbetriebseinnahme den Gewinn der Personengesellschaft und wird dem Gesellschafter zugerechnet, wenn die durch das Stipendium geförderte Tätigkeit im Rahmen der Personengesellschaft mit deren Ressourcen betrieben wird. Die Stipendienzahlung ist dann nämlich durch das Gesellschaftsverhältnis mitveranlasst. Hintergrund: Zum Gewinn einer Personengesellschaft gehören nicht nur der von der Personengesellschaft erzielte Gewinn, sondern auch die Sonderbetriebseinnahmen der Gesellschafter. Hierbei handelt es sich um Einnahmen, die der Gesellschafter im eigenen Namen erzielt und die ihm in der Regel von der Personengesellschaft für eine Leistung, die er an die Personengesellschaft erbringt, gezahlt werden. Sachverhalt: Die Kläger waren A und B, die im Jahr 2008 eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) gegründet hatten, deren Unternehmensgegenstand die Entwicklung von Software war. Im März 2010 erhielten sowohl A als auch B ein Stipendium einer Universität für die Entwicklung einer Software zu einem marktreifen Produkt; das Stipendium sollte den Lebensunterhalt von A sowie B absichern. Die GbR erfasste die Stipendien weder als Einnahmen der GbR noch als Sonderbetriebseinnahmen. Der Gewinnfeststellungsbescheid für die GbR wurde bestandskräftig, ohne dass die Stipendiumszahlungen berücksichtigt wurden. Sowohl A als auch B erklärten die Stipendien in ihrer Einkommensteuererklärung. Das für die Einkommensteuer zuständige Finanzamt behandelte die Stipendien als steuerfrei. Nach einer Außenprüfung bei der GbR änderte das für die GbR zuständige Finanzamt den Gewinnfeststellungsbescheid der GbR wegen neuer Tatsachen und behandelte die Stipendiumszahlungen als Sonderbetriebseinnahmen des A und des B. Entscheidung: Der Bundesfinanzhof (BFH) hält die Erfassung als Sonderbetriebseinnahme für grundsätzlich möglich, hat die Sache allerdings zur weiteren Aufklärung an das Finanzgericht (FG) zurückverwiesen: Zu den Sonderbetriebseinnahmen gehören insbesondere Sondervergütungen, die der Gesellschafter für seine Tätigkeit für die Personengesellschaft erhält, oder Mieteinnahmen für die Vermietung eines Grundstücks an die Personengesellschaft oder auch Zinsen für die Gewährung eines Darlehens an die Personengesellschaft. Das Stipendium war aber keine Vergütung der GbR im Rahmen eines Leistungsaustauschs zwischen A bzw. B und der GbR, sondern wurde von der Universität gezahlt. Zu den Sonderbetriebseinnahmen gehören jedoch auch alle Einnahmen, die durch die Beteiligung an der Personengesellschaft veranlasst sind. Dies sind z.B. Einnahmen, die der Gesellschafter im eigenen Namen, aber mit Unterstützung der Personengesellschaft erzielt. Das Stipendium ist daher als Sonderbetriebseinnahme des A und B zu erfassen, wenn die Tätigkeit, die durch das Stipendium gefördert wird, im Rahmen der Personengesellschaft mit deren Ressourcen betrieben wird. Es kommt also darauf an, ob sich A und B der GbR „bedient“ haben, um das von der Universität geförderte Vorhaben, d.h. die Entwicklung der Software, voranzutreiben. Dies muss nun das FG aufklären. Hinweise: Die Erfassung als Sonderbetriebseinnahme hat bei gewerblich tätigen Personengesellschaften zur Folge, dass die Sonderbetriebseinnahme den Gewerbeertrag erhöht und damit der Gewerbesteuer unterliegt. Außerdem werden auch die stillen Reserven bei der Einkommensteuer erfasst und versteuert, wenn das sog. Sonderbetriebsvermögen, z.B. ein an die Personengesellschaft vermietetes Grundstück, veräußert oder entnommen wird. Der Gewinnfeststellungsbescheid der GbR durfte übrigens wegen neuer Tatsachen geändert werden. Denn das für die GbR zuständige Finanzamt hat erst aufgrund einer Außenprüfung von den Stipendiumszahlungen erfahren. Unbeachtlich war, dass die Stipendiumszahlungen in den Einkommensteuerbescheiden der beiden Gesellschafter als steuerfrei behandelt worden waren. Denn zum einen war dies steuerlich falsch, und zum anderen wird über die Frage, ob es sich um Sonderbetriebseinnahmen handelt und ob diese steuerfrei sind, allein im Gewinnfeststellungsbescheid der Personengesellschaft entschieden, und zwar mit Bindungswirkung für den Einkommensteuerbescheid.BFH, Urteil vom 25.3.2021 - VIII R 47/18; NWB

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07.07.21, 08:01

Vermietung von Kfz-Stellplätzen an Wohnungsmieter ist umsatzsteuerfrei

Die Vermietung von Kfz-Stellplätzen an den Mieter einer Wohnung ist als Nebenleistung zur umsatzsteuerfreien Wohnungsvermietung ebenfalls umsatzsteuerfrei, wenn der Kfz-Stellplatz zum selben Gebäudekomplex wie die Wohnung gehört und Wohnung und Stellplatz vom selben Vermieter an denselben Mieter vermietet werden. Für die Umsatzsteuerfreiheit kommt es nicht darauf an, wie externe Mieter der Kfz-Stellplätze Zutritt zu ihrem gemieteten Stellplatz erlangen. Hintergrund: Die Vermietung einer Wohnung ist umsatzsteuerfrei. Die isolierte Vermietung eines Parkplatzes ist hingegen umsatzsteuerpflichtig. Sachverhalt: Der Kläger hatte einen dreiteiligen Gebäudekomplex errichtet, der aus einem Vorderhaus, einem Hinterhaus und einem Zwischenbau bestand. Unter dem Zwischenbau befand sich eine Tiefgarage, die durch einen separaten Eingang im Zwischenbau betreten werden konnte. Ursprünglich wollte der Kläger den gesamten Gebäudekomplex umsatzsteuerpflichtig nutzen und machte deshalb die Vorsteuer aus den Baukosten geltend. Er änderte dann aber seine Planung und vermietete einen Teil des Vorder- und Hinterhauses umsatzsteuerfrei zu Wohnzwecken. Außerdem vermietete er auch zehn Kfz-Stellplätze im Zwischenbau an die Wohnungsmieter des Vorder- bzw. Hinterhauses; die anderen Stellplätze vermietete er an externe Mieter, die in dem Gebäude nicht wohnten. Das Finanzamt sah nicht nur die Wohnungsvermietung, sondern auch die Vermietung der Stellplätze an die Mieter als umsatzsteuerfrei an und nahm eine Vorsteuerberichtigung zulasten des Klägers vor. Der Kläger hielt die Vermietung der Stellplätze für umsatzsteuerpflichtig. Entscheidung: Der Bundesfinanzhof (BFH) wies die Klage ab und sah in der Stellplatzvermietung an die Wohnungsmieter eine umsatzsteuerfreie Vermietung, die zur Vorsteuerberichtigung zulasten des Klägers führte: Die Vermietung der zehn Stellplätze an die Wohnungsmieter war eine Nebenleistung zur umsatzsteuerfreien Vermietung der Wohnungen und als Nebenleistung ebenfalls umsatzsteuerfrei. Für die Einstufung als Nebenleistung sprach, dass die Stellplätze zum selben Gebäudekomplex gehörten und zusammen mit der jeweiligen Wohnung an denselben Mieter vermietet wurden. Es ist nicht erforderlich, dass sich die Stellplätze ebenfalls im Vorder- oder Hinterhaus befinden mussten, wo auch die Wohnungen waren; zum Gebäudekomplex gehörte auch der Zwischenbau. Irrelevant ist hingegen, dass die externen Stellplatzmieter ihre Stellplätze erreichen konnten, ohne das Vorder- oder Hinterhaus betreten zu müssen. Ebenso wenig kommt es für die Umsatzsteuerfreiheit darauf an, ob es in der Umgebung genügend Parkplätze gab.Hinweise: Für den Kläger wäre eine Umsatzsteuerpflicht vorteilhaft gewesen, weil er insoweit keine Vorsteuerberichtigung zu seinen Lasten hätte durchführen müssen. Im Allgemeinen ist jedoch eine Umsatzsteuerfreiheit für Vermieter und Mieter vorteilhaft, weil sich anderenfalls die Miete verteuern würde. Der BFH folgt der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs, der für die Umsatzsteuerfreiheit der Stellplatzvermietung verlangt, dass die Wohnungs- und die Stellplatzvermietung einen einheitlichen wirtschaftlichen Vorgang darstellen und miteinander eng verbunden sind. Dies ist der Fall, wenn sich Wohnung und Stellplatz im selben Gebäudekomplex befinden und Wohnung und Stellplatz vom selben Vermieter an denselben Mieter vermietet werden.BFH, Urteil vom 10.12.2020 - V R 41/19; NWB

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