Steuerberatung SYLVENSTEIN - Mann mit Anzug

SYLVENSTEIN Steuerkanzlei

Nutzen Sie den
größten Finanzhebel
im Unternehmen

Jede unternehmerische Entscheidung hat steuerliche Konsequenzen. Die sorgfältige Auswahl einer geeigneten Steuerstrategie hat daher einen unmittelbaren Einfluss auf Ihre Finanzen und ist für Ihr Unternehmen fundamental. Wir, die Steuerkanzlei SYLVENSTEIN, setzen den Steuerhebel an.

+49 (0)6142 953 80 90
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Wer sagt, dass Geld nicht
auf Bäumen wächst?

Steuern steuern - Schachfiguren
Die SYLVENSTEIN Philosophie

Die Kunst liegt darin
Steuern zu steuern.

Für viele Unternehmer sind Steuern ein unangenehmes Randthema. Dabei lassen sich mit Geschick, Expertise und der richtigen Steuerberatung die Abgaben an den Staat deutlich reduzieren. Wir, die Steuerkanzlei SYLVENSTEIN, steuern Ihre Steuern.

Steuerberatung SYLVENSTEIN
Kanzleiprofil

Spezialisierte Steuerberatung für kleine und mittelständische Unternehmen

Die SYLVENSTEIN Steuerkanzlei betreut kleine Unternehmen, etablierte Mittelständler und Freiberufler aus unterschiedlichen Branchen. Die Kanzlei hat ihren Sitz in Rüsselsheim am Main und wird von Steuerberater und Wirtschaftsjurist LL.B. Oguzhan Özkan geführt.

Das Leistungsportfolio erstreckt sich über Steuer- und Buchhaltungsleistungen sowie den gesamten betriebswirtschaftlichen Beratungsbereich. Neben der allgemeinen Steuerberatung bieten wir eine umfangreiche Bandbreite von weiteren steuerlichen Gestaltungsberatungen an. Dazu zählen Finanzierungshilfe bei Startups oder Business Development Strategien bei etablierten Unternehmungen.

Gründungen &
Startups
Freiberufler & Einzelunternehmer
Kapitalgesellschaften &
Personengesellschaften
Digitale Steuerberatung
Digitale Steuerberatung

Digitale Steuerberatung
für volle Transparenz
in Echtzeit

Als junge Steuerkanzlei nutzen wir digitale Technologien für eine moderne Zusammenarbeit zwischen Ihnen und unserem Team. Die digitale Zusammenarbeit reduziert administrative Tätigkeiten in Ihrem Unternehmen und stellt die effizienteste Möglichkeit des Datenaustauschs dar. Viele operative Finanzprozesse (z. B. Übermittlung von Zahlungströmen) lassen sich mühelos automatisieren. Sie haben damit zu jedem Zeitpunkt die volle über die steuerliche und finanzielle Situation in Ihrem Unternehmen.

Weniger Zeitverlust für mehr aktive Beratung: Persönliche Meetings sind heute nicht mehr zwingend erforderlich. Wir führen unsere Gespräche digital über unkomplizierte Videokonferenz-Tools. Meetings und Beratungen finden bei uns gerne per Skype, Zoom oder MS Teams statt.

Digitale
Steuerberatung
Finanzzustand
in Echtzeit
Automatisierung von
operativen Prozessen
Schwerpunkte

Ihre Zahlen sind unsere Stärke

Steuererklärung / Jahresabschluss

Betriebsprüfungen

Betriebswirtschaftliche Beratung

Finanz- & Lohnbuchhaltung

Finanzierung

Beratung für Startups

Leistungen

Ihre Endstation
für Steuerfragen

Die Kanzlei SYLVENSTEIN bietet umfangreiche Beratungsleistungen für Unternehmen aus einer Hand. Die Leistungen reichen von einer allgemeinen Steuerberatung für Unternehmen, über laufende Buchhaltungsleistungen bis zur strategischen Unternehmensentwicklung und Finanzierungsberatung für Startups.


01

Allgemeine
Steuerberatung

Umfassende Steuerberatung auf Augenhöhe. Unser Anspruch ist die langfristige Optimierung Ihres Unternehmens und der steuerlichen Situation. Im Detail bieten wir:

  • Steuererklärung
  • Jahresabschluss
  • Finanzbuchaltung
  • Lohnbuchhaltung
  • Betriebsprüfung

02

Betriebswirtschaftl.
Beratung

Im Rahmen einer betriebswirtschaftlichen Beratung wird zunächst eine IST-Analyse durchgeführt. Auf Basis dieser Erkenntnisse werden Optimierungs­potenziale freigelegt und unternehmerische Risiken frühzeitig identifiziert. Darüber hinaus können Investitions­entscheidungen getroffen und Finanz- & Erfolgspläne aufgestellt werden.


03

Leistungsstarkes
Controlling

Controlling liefert alle relevanten Kennzahlen über den wirtschaftlichen und finanziellen Zustand Ihres Unternehmens. Sowohl effiziente als auch ineffiziente Geschäftsgeschehnisse lassen sich gezielt aufspüren und anschließend bewusst kontrollieren. Wir sorgen für Klarheit und legen das Fundament für den finanziellen Weitblick.


04

Business
Development

Im Rahmen von Business Development analysieren wir das aktuelle Geschäftsmodell auf Chancen in Risiken im Hinblick auf interne und externe Einflussfaktoren. Ziel ist die nachhaltige Weiterentwicklung des Unternehmens und die Erschließung neuer Geschäftsfelder auf Basis aktueller Trends.


05

Beratung für
Startups

Startups sind uns eine Herzens­angelegenheit. Dabei begleiten wir junge Unternehmen bereits bei den ersten Schritten: Wir erstellen professionelle Businesspläne, leisten Hilfestellung bei Banken und Finanzierungsfragen und entwickeln auf Wunsch passende Gesellschaftsmodelle.

Steuerberaterwechsel

Steuerberater wechseln -
Keine große Sache

Durch die transparente Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Steuerberater wird über die Zeit ein langfristiges Vertrauensverhältnis aufgebaut. Der Abbruch dieses Verhältnisses kostet Überwindung, ist aber zwingend erforderlich, wenn Sie sich schlecht beraten fühlen.

Wir gestalten den Wechsel des Steuerberaters so einfach und bequem wie möglich und begleiten Sie bei jedem Schritt.

Erstgespräch

Kostenloses Erstgespräch und Kennenlernen

Kündigung

Kündigung des aktuellen Steuerberaters

Workshop

Unternehmensanalyse und Definition des Beratungsrahmen

Datenübergabe

Übergabe Ihrer Steuer- und Buchaltungsunterlagen

Vollmacht

Steuerberatungsvertrag wird unterzeichnet

Start

Zusammenarbeit beginnt

Kontakt

Jetzt kostenloses
Erstgespräch vereinbaren

Sie möchten unsere Steuerkanzlei zunächst besser kennenlernen oder haben offene Fragen? Kein Problem! Wir bieten Ihnen ein kostenloses und unverbindliches Erstgespräch.

Kostenloses Erstgespräch!

Honorar

Honorar &
Stundensätze

Steuerberatung Sylvenstein Bürogebäude

Eine gute Steuerberatung zeichnet sich durch Wirtschaftlichkeit aus. Eine faire und transparente Vergütung bildet die Basis für ein gutes Mandatsverhältnis. Nachfolgend möchten wir Ihnen transparent unsere Honorarmodelle vorstellen:

Kostenloses Erstgespräch

Der Erstkontakt mit der SYLVENSTEIN Steuerkanzlei ist für Sie stets kostenlos und unverbindlich. Dabei spielt es für uns keine Rolle, für welchen Kommunikationskanal Sie sich entscheiden. Wir klären kostenlos mit Ihnen, ob, wann und zu welchem Konditionen wir Ihnen bei steuerlichen Anliegen helfen können.

Steuerliche Erstberatung

Die Erstberatung ist für die meisten Mandanten der erste Schritt. Dabei klären wir den groben Sachverhalt, prüfen und beantworten die ersten steuerlichen Fragen und strategische Erwägungen bei der Verfolgung Ihrer Ziele. Für die Erstberatung können wir Ihnen in den meisten Fällen vorab einen Festpreis nennen - abhängig von Umfang.

Zeithonorar & Festpreis

In Abhängigkeit von Umfang und Sachverhalt bieten wir unseren Mandanten neben einer zeitbasierten Abrechnung ein Festpreismodell an. Die Voraussetzung für die Vereinbarung eines Festpreises setzt voraus, dass der Aufwand im Vorfeld bestimmbar ist. Wenn Sie sich für ein Zeithonorar entscheiden, bemisst sich die Vergütung nach dem angefallenen Aufwand.

Laufende
Steuerberatung

Finanzbuchhaltung

  • Erstellen von Monats-, Quartals- oder Jahresbuchhaltungen (auch mit Kostenstellen)
  • Fertigen von Umsatzsteuervoranmeldungen
  • Entwicklung eines monatlichen Berichtswesens
  • Entwicklungen von Kosten- und Leistungsrechnungen aus der Buchhaltung
ab 200 EUR / Monat

Lohnabrechnung

  • Lohn- und Gehaltsabrechnungen
  • Abwicklung des Zahlungsverkehrs
  • Meldung an Sozialversicherungsträger
  • Erstellen von Verdienstbescheinigungen
ab 15 EUR / je Abrechnung

Jahresabschluss

  • Erstellen von Jahresabschlüssen
  • Erstellen von Sonder- und/oder Ergänzungsbilanzen
  • Fertigung von Einnahmen-/Überschussrechnungen
  • Erstellen aller laufender Steuererklärungen (Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Umsatzsteuer, Sonstige Steuern)
ab 750 EUR / Jahr

Hinweis

*Alle genannten Honorar verstehen sich
zzgl. gesetzlichem Auslagenersatz und Umsatzsteuer.

Häufig gestellte Fragen

Fragen, die uns häufiger gestellt werden

Uns erreichen immer wieder allgemeine Fragen zum Thema Steuerberatung. Die häufigsten haben wir nachfolgend für Sie beantwortet.


01

Ab welcher Größe benötigt ein Unternehmen einen Steuerberater?

Die Antwort ist abhängig von Ihren eigenen Ansprüchen und Kenntnissen im Bereich Buchhaltung, Steuern und Jahresabschluss. Die Frage richtet sich also nicht primär nach der Größe des Unternehmens. Für den Einsatz eines Steuerberaters spricht: Optimierung der Steuerlast, korrekte Durchführung der Steuererklärung und zeitliche Entlastung des Unternehmens.


02

Beraten wir Mandaten außerhalb von Rüsselsheim zu Steuerfragen?

Der offizielle Sitz der Steuerkanzlei SYLVENSTEIN befindet sich in Rüsselsheim. Selbstverständlich beschränken wir unsere Leistungen im Bereich Steuerberatung nicht nur auf den Raum Rüsselsheim. Wir bieten unseren Mandanten alle steuerlichen Beratungsleistungen auch voll digital an.


03

Welche Aufgaben kann ein Steuerberater für mein Unternehmen übernehmen?

Die Steuerberatung bildet heute einen wichtigen Faktor für den unternehmerischen Erfolg. Als wirtschaftsrechtlich ausgerichtete Steuerkanzlei für Unternehmen übernehmen wir die gesamte laufende Buchhaltung sowie alle steuerlichen Erklärungen. Darüber hinaus begleiten wir Neugründungen und Umstrukturierungen und beraten Unternehmen bei strategischen Fragen.


04

Wie viel kostet ein Steuerberater für Unternehmer?

Wie viel ein Steuerberater pauschal für ein Unternehmen kostet, ist schwierig zu beantworten. Die Beantwortung hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Welche Rechtsform liegt zugrunde, wie groß ist das Unternehmen, wie sehen die finanziellen Transaktionen aus und welche Leistungen soll der Steuerberater am Ende übernehmen.


05

Kann ich den Steuerberater einfach so wechseln?

Das ist jederzeit möglich. Sie allein entscheiden, wen Sie mit der Vertretung Ihrer steuerlichen Angelegenheiten beauftragen. Aufgrund des Berufsrechtes für Steuerberater ist der bisherige Berater verpflichtet bei Unternehmen die notwendigen Daten unproblematisch auf den neuen Berater zu übertragen, wenn keine offenen Gebührenrechnungen mehr bestehen. Beim Finanzamt wird eine von Ihnen unterschriebene Vollmacht eingereicht mit dem Namen des neuen Beraters, so dass auch dort die Information vorliegt.

News

Aktuelle News &
Termine

21.09.21, 07:51

Der Betrieb von Flüchtlingsheimen ist umsatzsteuerfrei

Der Betrieb eines Flüchtlingsheims ist grundsätzlich umsatzsteuerfrei, auch wenn Leistungsempfänger nicht der Flüchtling, sondern das Bundesland oder die Kommune ist. Die Umsatzsteuerbefreiung folgt aus dem europäischen Mehrwertsteuerrecht, das Dienstleistungen, die eng mit der Sozialfürsorge und sozialen Sicherheit verbunden sind und die von einer als sozial anerkannten Einrichtung erbracht werden, umsatzsteuerfrei stellt. Hintergrund: Das deutsche Umsatzsteuerrecht behandelt verschiedene soziale Leistungen als umsatzsteuerfrei, z.B. Leistungen von Betreuungs- oder Pflegeeinrichtungen für körperlich, geistig oder seelisch hilfsbedürftige Personen oder Leistungen eines amtlich anerkannten Verbands der freien Wohlfahrtspflege. Das europäische Mehrwertsteuerrecht geht über diese Befreiungen hinaus und gewährt eine Umsatzsteuerfreiheit für Dienstleistungen, die eng mit der Sozialfürsorge und sozialen Sicherheit verbunden sind und die von einer als sozial anerkannten Einrichtung erbracht werden.Sachverhalt: Die Klägerin war eine nicht gemeinnützige GmbH, die im Streitjahr 2014 eine Vielzahl von Flüchtlings-, Aussiedler- und Obdachlosenheimen in verschiedenen Bundesländern betrieb und sich u.a. um die Unterbringung, Verpflegung, Gesundheit und Sicherheit kümmerte. Den jeweiligen Betreibervertrag hatte sie mit dem öffentlichen Träger, z.B. dem Bundesland oder dem Landkreis, geschlossen. Sie erhielt von den Trägern Entgelte, die sie nicht der Umsatzsteuer unterwarf. Das Finanzamt behandelte die Umsätze hingegen als umsatzsteuerpflichtig. Entscheidung: Der Bundesfinanzhof (BFH) ging zwar von einer grundsätzlichen Umsatzsteuerfreiheit aus, verwies die Sache aber zur weiteren Aufklärung an das Finanzgericht (FG) zurück: Nach deutschem Umsatzsteuerrecht hat die Klägerin keine umsatzsteuerfreien Umsätze getätigt: Es handelte sich nicht um umsatzsteuerfreie Vermietungsleistungen, da die Klägerin die Grundstücke nicht an den Träger vermietete und auch mit den Flüchtlingen, Aussiedlern und Obdachlosen keinen Vermietungsvertrag geschlossen hatte. Ebenso wenig lagen umsatzsteuerfreie Leistungen einer Betreuungs- oder Pflegeeinrichtung vor; denn die Bewohner waren weder krank noch behindert oder von einer Behinderung bedroht. Schließlich konnte sich die Klägerin auch nicht auf die Umsatzsteuerfreiheit für Leistungen der Wohlfahrtspflege berufen, da sie weder ein amtlich anerkannter Verband der Wohlfahrtspflege war noch einem solchen Verband als Mitglied angeschlossen war. Für die Leistungen der Klägerin greift aber die europäische Umsatzsteuerbefreiung für Dienstleistungen, die eng mit der Sozialfürsorge und sozialen Sicherheit verbunden sind und die von einer als sozial anerkannten Einrichtung erbracht werden: Zu den Dienstleistungen, die eng mit der Sozialfürsorge oder der sozialen Sicherheit verbunden sind, gehört die Betreuung von Flüchtlingen, da sie ihren Lebensunterhalt nicht selbst bestreiten können und auch nicht arbeiten dürfen. Dies gilt auch für Obdachlose, die ebenfalls wirtschaftlich hilfsbedürftig sind. Auch die Leistungen, die den Aussiedlern zugutekommen, können eng mit der Sozialfürsorge verbunden sein, selbst wenn sie deutsche Staats- oder Volksangehörige sind und nicht Schutz vor Verfolgung suchen. Die Klägerin war eine als sozial anerkannte Einrichtung. Sie setzte nämlich die Vorgaben der Regelungen über die Flüchtlingsaufnahme um, wurde im Gemeinwohl tätig, und die Kosten wurden von der öffentlichen Hand getragen. Unbeachtlich ist, dass die Klägerin nicht gemeinnützig war. Es kommt ferner auch nicht darauf an, dass die Klägerin ihre Leistungen nicht unmittelbar gegenüber den Flüchtlingen erbracht hat, da sie mit diesen keinen Vertrag geschlossen hatte.Hinweise: Hinsichtlich einzelner Einrichtungen war der Sachverhalt noch nicht aufgeklärt, so dass der BFH nicht abschließend über den Fall entscheiden konnte. Diese Aufklärung muss nun das FG nachholen. Dabei geht es z.B. um die Frage, ob die Aussiedler und Spätaussiedler tatsächlich wirtschaftlich hilfsbedürftig waren. Gemeinnützige Betreiber von Flüchtlingsheimen erhalten die Umsatzsteuerfreiheit nach deutschem Recht, weil die Finanzverwaltung entsprechende Erlasse veröffentlicht hat. Nach dem BFH widerspräche es dem Neutralitätsprinzip, wenn man den nicht gemeinnützigen Einrichtungen wie der Klägerin die Umsatzsteuerfreiheit nicht gewähren würde. BFH, Urteil v. 24.3.2021 - V R 1/19; NWB

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20.09.21, 06:13

Kürzung der Verpflegungsmehraufwendungen wegen unentgeltlicher Mahlzeitengestellung

Bei einem Arbeitnehmer, der wie z.B. ein Schiffsoffizier keine erste Tätigkeitsstätte hat, sind die Verpflegungsmehraufwendungen zu kürzen, wenn ihm vom Arbeitgeber unentgeltlich Mahlzeiten gestellt werden. Für Arbeitnehmer ohne erste Tätigkeitsstätte gilt damit das Gleiche wie für Arbeitnehmer mit erster Tätigkeitsstätte. Hintergrund: Ein Arbeitnehmer, der beruflich auswärtig für mehr als acht Stunden von seiner Wohnung und von seiner ersten Tätigkeitsstätte tätig wird, kann grundsätzlich Verpflegungsmehraufwendungen geltend machen. Soweit ihm aber vom Arbeitgeber unentgeltlich Mahlzeiten gestellt werden, sieht der Gesetzgeber eine Kürzung der Verpflegungsmehraufwendungen um 20 % für ein bereitgestelltes Frühstück sowie um jeweils 40 % für ein bereitgestelltes Mittag- und Abendessen vor. Diese Regelungen gelten nach dem Gesetz für Arbeitnehmer mit erster Tätigkeitsstätte. Für Arbeitnehmer ohne erste Tätigkeitsstätte verweist der Gesetzgeber auf die Regelungen zum Abzug von Verpflegungsmehraufwendungen dem Grunde nach und auf die Verpflegungspauschalen. Sachverhalt: Der Kläger war Schiffsoffizier. Er war im Streitjahr 2014 an 169 Tagen tätig und wurde auf dem Schiff von seinem Arbeitgeber unentgeltlich mit Frühstück, Mittag- und Abendessen verpflegt. An zehn Hafentagen gab es jedoch keine Mahlzeiten auf dem Schiff, so dass sich der Kläger selbst versorgen musste. Er machte Verpflegungsmehraufwendungen für 169 Tage in Höhe von jeweils 24 €, insgesamt 4.056 €, geltend. Das Finanzamt erkannte die Verpflegungsmehraufwendungen nur für die zehn Hafentage an, an denen sich der Kläger selbst versorgen musste. Der Kläger erhob wegen der Verpflegungsmehraufwendungen für die verbleibenden 159 Tage Klage.Entscheidung: Der Bundesfinanzhof (BFH) wies die Klage ab: Der Kläger kann dem Grunde nach Verpflegungsmehraufwendungen geltend machen, da er beruflich auswärts für mehr als acht Stunden tätig war. Er hatte zwar keine erste Tätigkeitsstätte; für Arbeitnehmer ohne erste Tätigkeitsstätte gelten aber die Grundsätze, die für Arbeitnehmer mit erster Tätigkeitsstätte gelten, entsprechend. Die Verpflegungsmehraufwendungen sind jedoch aufgrund der unentgeltlichen Mahlzeitengestellung in voller Höhe zu kürzen; die Gestellung eines Frühstücks führt zur Kürzung von 20 % und die Gestellung eines Mittags- und Abendessens zur Kürzung in Höhe von jeweils 40 %, zusammen 100 %.Diese Kürzung gilt auch für Arbeitnehmer ohne erste Tätigkeitsstätte. Zwar nimmt die Regelung für Arbeitnehmer ohne erste Tätigkeitsstätte nur auf die Regelung zum Abzug von Verpflegungsmehraufwendungen dem Grunde nach und zur Höhe der Pauschalbeträge Bezug und bezieht sich nicht ausdrücklich auf die Regelung zur Kürzung bei unentgeltlicher Mahlzeitengestellung. Bei einer Auslegung der Vorschrift ergibt sich jedoch, dass die Bezugnahme auch die Kürzung im Fall einer unentgeltlichen Mahlzeitengestellung umfasst. Anderenfalls wären Arbeitnehmer ohne erste Tätigkeitsstätte steuerlich bessergestellt. Hinweise: Die Kürzung im Fall einer unentgeltlichen Mahlzeitengestellung erfolgt auch dann, wenn der Arbeitnehmer die Mahlzeiten, die ihm der Arbeitgeber unentgeltlich zur Verfügung stellt, nicht einnimmt; auf den Grund für die Nichteinnahme kommt es nicht an. Das Urteil betrifft die aktuelle Rechtslage, die seit der sog. Reisekostenreform 2014 gilt. Vor 2014 erfolgte zwar keine Kürzung der Verpflegungsmehraufwendungen; jedoch musste dafür aufgrund der unentgeltlichen Mahlzeitengestellung ein geldwerter Vorteil versteuert werden. BFH, Urteil v. 12.7.2021 - VI R 27/19; NWB

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17.09.21, 08:22

Keine Betriebsaufspaltung bei Beherrschung des Besitzunternehmens durch Treuhänder

Die für eine Betriebsaufspaltung erforderliche personelle Verflechtung besteht nicht, wenn der Gesellschafter, der die Betriebsgesellschaft beherrscht, bei der Besitzpersonengesellschaft zwar die Mehrheit der Stimmen hält, aber insoweit als Treuhänder beteiligt ist und gegenüber seinen Treugebern verpflichtet ist. Der Mehrheitsgesellschafter kann dann aufgrund seiner Bindung gegenüber den Treugebern nicht seinen eigenen Willen bei der Besitzpersonengesellschaft durchsetzen. Hintergrund: Eine Betriebsaufspaltung liegt vor, wenn ein Besitzunternehmen eine wesentliche Betriebsgrundlage an eine Betriebsgesellschaft verpachtet, z.B. ein Grundstück, und zwischen beiden Unternehmen eine personelle Verflechtung besteht. Personelle Verflechtung bedeutet, dass eine Person bzw. Personengruppe in beiden Unternehmen ihren geschäftlichen Willen durchsetzen kann. Die Betriebsaufspaltung hat zur Folge, dass das verpachtende Besitzunternehmen nicht Vermietungseinkünfte, sondern gewerbliche Einkünfte erzielt und damit der Gewerbesteuer unterliegt. Gesellschaften, die nur aufgrund ihrer Rechtsform der Gewerbesteuer unterliegen und ausschließlich eigenen Grundbesitz verwalten, können für ihren Gewinn aus der Grundstücksverwaltung eine sog. erweiterte Kürzung beantragen, so dass dieser Gewinn nicht der Gewerbesteuer unterliegt. Sachverhalt: Die Klägerin war eine Immobilien-GmbH & Co. KG, die ein Grundstück an die M-KG vermietete. Alleinige Kommanditistin der Klägerin war die A-Holding, die auch Alleingesellschafterin der Komplementär-GmbH der Klägerin war. Die A-Holding hielt etwa 40 % der Anteile an der Klägerin auf eigene Rechnung, während sie die übrigen 60 % für Treugeber hielt und diesen gegenüber weisungsgebunden war. Alle Immobiliengeschäfte der Klägerin, z.B. der Kauf und Verkauf sowie die Vermietung von Immobilien, bedurften einer einfachen Mehrheit. An der M-KG, der Mieterin des Grundstücks, war die A-Holding über mehrere Gesellschaften, mit denen Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge bestanden, mittelbar zu 100 % beteiligt. Die Klägerin machte für den Vermietungsertrag die sog. erweiterte Kürzung bei der Gewerbesteuer geltend. Das Finanzamt versagte diese, weil es von einer Betriebsaufspaltung zwischen der Klägerin und der M-KG ausging. Entscheidung: Der Bundesfinanzhof (BFH) bejahte die erweiterte Kürzung und gab der Klage statt: Die Klägerin hat ausschließlich eigenen Grundbesitz verwaltet, so dass ihr die erweiterte Kürzung bei der Gewerbesteuer grundsätzlich zusteht. Zwar wird die erweiterte Kürzung nicht bei einer originär gewerblichen Tätigkeit gewährt, weil dann das Unternehmen nicht nur aufgrund seiner Rechtsform gewerbesteuerpflichtig ist; die Klägerin erzielte aber keine gewerblichen Einkünfte, weil sie kein Besitzunternehmen im Rahmen einer Betriebsaufspaltung war. Zwischen der Klägerin und der M-KG bestand zwar eine sachliche Verflechtung, weil die Klägerin ein Grundstück an die M-KG verpachtet hat. Es fehlte aber die personelle Verflechtung zwischen beiden Unternehmen. Die A-Holding beherrschte zwar die M-KG, da sie mittelbar zu 100 % an dieser beteiligt war und zudem mit den zwischengeschalteten Gesellschaften Beherrschungsverträge abgeschlossen hatte. Die A-Holding beherrschte aber nicht die Klägerin, auch wenn sie die Stimmenmehrheit hielt; denn überwiegend hielt sie ihre Beteiligung als Treuhänderin und war damit den Treugebern verpflichtet und ihnen gegenüber weisungsgebunden. Ihre eigene Beteiligung betrug nur ca. 40 %. Hinweise: Wäre die Klägerin ein Besitzunternehmen im Rahmen einer Betriebsaufspaltung gewesen, hätte sie als Besitzunternehmen gewerbliche Einkünfte erzielt und wäre damit originär gewerblich tätig gewesen. Ihre Rechtsform wäre für die Gewerbesteuerpflicht also nicht ursächlich gewesen, so dass ihr kein Anspruch auf die erweiterte Kürzung zugestanden hätte; sie hätte dann ihren Gewinn aus der Vermietung der Gewerbesteuer unterwerfen müssen. Hintergrund einer Betriebsaufspaltung ist vor allem die Minderung des Haftungsrisikos. Verursacht die Betriebsgesellschaft, die die Produkte herstellt, einen Schaden, haftet sie zwar; die Haftungsmasse wie z.B. das Betriebsgrundstück befindet sich aber beim Besitzunternehmen. BFH, Urteil v. 20.5.2021 - IV R 31/19; NWB

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